Archiv für den Monat März 2012

Epilog auf einem Planeten namens Erde

A. Diese zweibeinigen Wesen müssen sehr klug gewesen sein.
B. Wieso denkst du das?
A. Das ist doch offenkundig! Wir finden hier stets Strukturen die viel komplizierter sind als die fossilen Reste dieser Wesen selbst.
B. Du hast recht. Aber wie sind sie denn an ihrem Ende gekommen?
A. Vielleicht war der Planet ihnen gegenüber nicht wohlwollend?
B. Diese Wesen haben das aber nicht gemerkt?
A. Nein, offenbar nicht.
B. So waren sie doch nicht klug genug.
A. Vielleicht wollten sie selbst nicht mehr in diesem für so kluge Wesen als sinnlos empfundenen Universum existieren.
B. Oder sie haben sich versehentlich selbst zerstört…
A. Es wird wohl immer ein Rätsel bleiben.
B. Vielleicht finden wir einen Hinweis.
A. Ich bezweifle es. Denn diese Strukturen…
B. …bist du dir aber sicher, dass diese Wesen sie bewußt hervorgebracht haben?
A. Wie anders? Es kann kein Zufall sein.
B. Vielleicht wurden diese Wesen von jenen Strukturen geschaffen und nicht umgekehrt.
A. …und wurden die Wesen wieder vernichtet als sie nicht mehr den Anforderungen entsprachen…
B. Genau. Das ist wohl die beste Erklärung.
A. Dann waren die Zweibeiner aber doch nicht so klug, und hat es keinen Sinn in diesem Bereich noch mehr Forschung zu verrichten.
B. Obwohl ich die Archäologie sehr interessant finde.
A. Sicher, interessant ist sie.
B. Tatsächlich. Ich weiß nicht warum, aber das hier ist mein Lieblingsplanet…

Angst ist auch

Angst ist auch: zuviel sagen. Es ist in der hohen, politischen Kunst der Geschwätzigkeit wo die Angst am deutlichsten bemerkbar ist. Voraussetzung ist immer: „Ich schulde dir eine Erklärung“. Ohne Angst zu leben, wo das Schweigen also die einzig mögliche und nöthige Erklärung abgiebt, ist nicht des Menschen. Das Übermaass an Angst aber, das wir am Gradmesser der Geschwätzigkeit ablesen, zeigt eine Entartung der demokratischen Kultur. „Jeder schuldet jedem“ – genau so heisst das Gespenst, in dessen Bekämpfung unsere Eliten ein immer leichteres Spiel haben werden.

Machtwallungen und das Absolute

Heute hatte ich mich, aus gegebenem Anlass, vorgenommen etwas über Machtwallungen und das Absolute zu schreiben. Mit diesen zähen, sich formenden Gedanken spazierte ich durch Frankfurt am Main. Was es damit auf sich hat? Das Absolute kehrt zurück, so will es der tolle Mensch, es kehrt zurück in der Form des Imperativs „Rettet die Erde“ Wir sind ihr nicht treu geblieben, wir  konnten ihr nicht treu bleiben weil uns das Absolute abhanden gekommen ist. Weiterlesen

Disziplin des Sklaven und des Freien

Wir unterscheiden für Tätigkeiten die eigene und fremde Machtsphäre. Wir erfahren den Ursprung der Macht und das ist die ent-scheidende, auszugrabende Erfahrung.
Wo dieser Ursprung und entspringt, besser wenn wir das Ur-springen sind, ist wo wir einen Freiheitsbegriff ansetzen, und wo wir nach Selbstbewusstsein zu suchen haben.
Disziplin ist dann eine Sklaven-Eigenschaft, wenn die kontrollierte Tätigkeit einer fremden Machtsphäre angehört, wie häufig in Arbeitsverhältnissen. Weiterlesen