Im philosophischen Schraubstock

FDP-Wahlplakat: “Gerechtigkeit statt Umverteilung”
Gerechtigkeit heisst hier die Gerechtigkeit des freien Marktes, oder der unsichtbaren Hand. Freiheit sollte die einzig wichtige Grundlage einer liberalen Partei ausmachen. Freiheit, als ein solch elementarer politischer Begriff, mehr elementar noch als die Gerechtigkeit, müsste die letztere bestimmen können. Die Freiheit kann der Gerechtigkeit etwas anhaben. Die freie Wahl – zum Beispiel die Wahl einer sich selbst widersprechende politische Partei – müsste Gerechtigkeit oder eben Ungerechtigkeit herbeiführen können. Nun lässt der Gerechtigkeitsbegriff vom FDP-Plakat dies nicht zu. Gerechtigkeit wäre nur dann real, wenn Freiheit entweder nur die gelbe Freiheit von FDP-Anhänger ist, oder sich selbst beschränkt und vor der Umverteilung zurückscheut, wenn also die Nichtanwendung revolutionärer Freiheit von oben diktiert wird.

Original auf [http://denkentutnichtweh.creativechoice.org/?p=345]

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